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Kälberdurchfall vorbeugen: Tipps zur Prophylaxe

Kälberdurchfall vorbeugen: Tipps zur Prophylaxe

Keine Erkrankung fordert höhere Kälberverluste als Durchfall. Dabei ließen sich viele Fälle mit überschaubaren Maßnahmen verhindern. In diesem Artikel beleuchten wir,

  • wie groß der wirtschaftliche Schaden von Kälberdurchfall ist,
  • welche Ursachen die multifaktoriell bedingte Erkrankung hat und
  • wie eine wirksame Kälberdurchfall-Prophylaxe aussieht.

Kälberdurchfall ist die häufigste Todesursache bei Kälbern

Todesursachen bei Kälbern

Kälberdurchfall betrifft so gut wie jeden Betrieb. Zwar lässt sich Kälberdurchfall behandeln. Für Kälber in den ersten Lebenswochen können die mit dem Durchfall einhergehenden massiven Flüssigkeitsverluste und die folgende Azidose jedoch sehr schnell lebensgefährlich werden. So gehen über 50% aller Kälber-Todesfälle auf Durchfall zurück. Entsprechend groß ist der wirtschaftliche Schaden, der mit Behandlung, intensivere Betreuung und Kälberverlusten einhergeht.

Die gute Nachricht: Da Kälberdurchfall in der Regel aus einer Kombination von hohem Erregerdruck und schwacher Immunabwehr folgt, kann eine gute Prophylaxe die Zahl der Fälle maßgeblich reduzieren. Gerade Betriebe, in denen regelmäßig mehr als 30% der Kälber betroffen sind, sollten Ursachenforschung betreiben – und auf dieser Basis Vorbeuge-Maßnahmen einleiten.

Mögliche Ursachen von Kälberdurchfall

Kälberdurchfall ist eine multifaktoriell bedingte Krankheit. Das bedeutet: Infektionen spielen bei der Entstehung von Kälberdurchfall ebenso eine Rolle wie begünstigende, nicht-infektiöse Faktoren.

Infektiöse Ursachen

Ob eine Infektion mit einem Bakterium, Parasit oder Virus vorliegt, kann durch eine Kotuntersuchung geklärt werden. Aber auch das erstmalige Auftreten der Erkrankung liefert Hinweise auf den Erreger.

  • Bakterien: Tritt Kälberdurchfall nach zwei Tagen auf, sind meist Bakterien wie E. coli oder Clostridien (insb. Clostridium perfringens) für die Erkrankung verantwortlich. Ein entsprechender Bakterienbefall lässt sich oft innerhalb der ersten drei Lebenstage nachweisen.
  • Parasiten: Kälberdurchfall nach einer Woche wird dagegen häufig von Kryptosporidien verursacht. Die Parasiten sind in der zweiten Lebenswoche für einen Großteil der Infektionen verantwortlich. Finden sich im Kot der Tiere Blutbeimengungen weist das dagegen auf Kokzidien hin.
  • Viren: Zudem können Corona- und Rotaviren Durchfall bei Kälbern verursachen. Rotaviren sind dabei besonders ab der dritten Lebenswoche an der Erkrankung beteiligt.

Nicht-infektiöse Ursachen

Darüber hinaus gibt es eine ganze Reihe von nicht-infektiösen Kälberdurchfall-Ursachen, die allerdings sehr wohl eine Infektion begünstigen können. Zu den wichtigsten zählen:

  • Schwacher Immunstatus
  • Fehlende Muttertierimpfung
  • Unzureichende Kolostrumversorgung
  • Stress (etwa durch Transport oder Umstallung)
  • Falsche Tränketemperatur (höher als 40°C oder niedriger als 34°C)
  • Falsche Tränkemenge (phasenabhängig weniger als 4 oder mehr als 8 Liter pro Kalb und Tag)
  • Milchaustauscher (falsche Konzentration; unvollständige Lösung)
  • Gravierende Hygienemängel (insb. bei Geburt, Aufstallung und Tränke)
  • Überstürztes Trinken (z.B. durch defekte Nuckel)

Prophylaxe: Kälberdurchfall wirksam vorbeugen

In den ersten 1 bis 2 Lebenswochen eigen sich zum Beispiel Kälberiglus

Bildquelle: Für die Haltung in den ersten 1 bis 2 Lebenswochen eigen sich zum Beispiel Kälberiglus von der Landwirtschaftskammer, veröffentlicht auf landwirtschaftskammer.de

Die Gründe für die Entstehung von Kälberdurchfall mögen vielseitig sein. Dennoch können Sie die Fallzahl über drei Stellschrauben maßgeblich beeinflussen:

  1. Frühzeitige und ausreichende Kolostrum-Versorgung
  2. Konsequente Muttertierschutzimpfung
  3. Umfassende Hygiene

Kolostrum-Versorgung sicherstellen

Eine frühzeitige und ausreichende Versorgung mit Kolostrum (Biestmilch) gilt als eine der effizientesten Möglichkeiten, um Kälberdurchfall vorzubeugen. 

Der Grund: In der Biestmilch befinden sich wichtige Antikörper, die das Immunsystem von Kälbern stärken und vor lokalen Darminfektionen schützen.

Kalb an der Tränke

Bildquelle: 'Kalb an der Tränke' von Detlef Gross, veröffentlicht auf agrarheute.com

Um eine optimale Kolostrum-Versorgung sicherzustellen, gehen Sie folgendermaßen vor:

  • Melken Sie das Kolostrum innerhalb der ersten Stunde nach Kalbung ab, um ein Nachlassen der Wirkung zu vermeiden. Warten Sie nicht bis zur nächsten Melkzeit!
  • Frieren Sie überschüssiges, qualitativ hochwertiges Erstgemelkskolostrum zur späteren Nutzung ein. Zur Qualitätsbestimmung kann eine Kolostrumspindel zum Einsatz kommen.
  • Geben Sie dem Kalb unmittelbar nach der Geburt 3 bis 4 Liter Biestmilch. Insgesamt sollten innerhalb der ersten 6 Lebensstunden 5 bis 6 Liter vertränkt werden.
  • Trinkt ein neugeborenes Kalb innerhalb von 6 Stunden weniger als 2 Liter Kolostrum, sollte dieses über eine Sonde verabreicht werden („drenchen“).
  • Vertränken Sie Kälbern ab dem 4. Lebenstag 0,5 Liter Kolostrum täglich.

Kälberdurchfall: So wichtig ist die Muttertierschutzimpfung

Die Qualität des Kolostrums hängt einerseits von der Menge (je geringer, desto besser) sowie dem Alter und Fitnesszustand der Mutterkuh ab. Andererseits kann das Kolostrum durch eine Muttertierschutzimpfung gezielt mit Wirkstoffen angereichert werden. Hat sich das Immunsystem der tragenden Kühe durch eine Impfung bereits mit Durchfall-Erregern auseinandergesetzt, können die gebildeten Antikörper über das Kolostrum an die Kälber weitergegeben werden.

Wichtig: Antikörper können von den Kälbern nur innerhalb der ersten 12 bis 24 Stunden über die Darmwand aufgenommen werden. Danach sinkt die Resorptionsfähigkeit rapide ab. Um eine passive Immunität aufzubauen, ist das schnelle Vertränken der Biestmilch daher essenziell. In den späteren Lebenstagen können die im Kolostrum enthaltenen Antikörper nur noch eine lokale Schutzwirkung gegen Durchfallerreger entfalten.

Passive und aktive Immunität bei Kälbern

Kälberdurchfall vorbeugen – mit diesen Hygienetipps

 Durch konsequente Hygiene lassen sich viele Fälle von Kälberdurchfall vermeiden:

  • Reinigen und desinfizieren Sie die Abkalbebox, um den Infektionsdruck zu senken.
  • Tragen Sie Handschuhe und saubere Kleidung beim Tränken der Kälber.
  • Versorgen Sie die jüngsten Kälber zuerst.
  • Reinigen Sie die Tränkeeimer gründlich.
  • Säubern Sie regelmäßig Ihre Stiefel, um ein Verschleppen der Erreger einzudämmen.
  • Sorgen Sie für eine trockene Einstreu.
  • Stellen Sie eine zugfreie Frischluftzufuhr sicher.
  • Isolieren Sie durchfallerkrankte Kälber umgehend, um Infektionsketten zu durchbrechen.

Sorgfältige Reinigung eines Kälberiglus

Bildquelle: Eine sorgfältige Reinigung nach jeder Belegung verhindert Neuinfektionen von Elite Magazin, veröffentlicht auf elite-magazin.de

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