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Abkalbung im Herbst: So bereitest du Kuh und Stall optimal vor

Eine Abkalbung ist für Kuh und Kalb ein entscheidender Moment. Besonders im Herbst verändern sich die Bedingungen im Stall und auf der Weide: Die Temperaturen sinken, die Tage werden kürzer und vielerorts beginnt der Übergang von der Weidehaltung zur Stallperiode. Umso wichtiger ist es, die Abkalbung der Kuh gut vorzubereiten und für optimale Bedingungen rund um die Geburt zu sorgen.

Eine saubere und gut vorbereitete Abkalbebox, eine aufmerksame Beobachtung der Kuh vor der Abkalbung und die richtige Versorgung von Kuh und Kalb nach der Geburt können dazu beitragen, dass die Abkalbung beim Rind möglichst unkompliziert verläuft.

Doch woran erkennt man eine bevorstehende Kalbung? Was sollte in der Abkalbebox bereitliegen? Und worauf kommt es unmittelbar nach der Geburt beim Rind an? In diesem Ratgeber zeigen wir dir, wie du eine Abkalbung im Herbst richtig vorbereitest und worauf du vor, während und nach der Geburt achten solltest.

Warum die Abkalbung im Herbst besondere Aufmerksamkeit verdient

Grundsätzlich unterscheidet sich der Ablauf einer Abkalbung im Herbst natürlich nicht von einer Kalbung zu einer anderen Jahreszeit. Die äußeren Bedingungen können jedoch andere Herausforderungen mit sich bringen.

Während im Sommer vor allem Hitze eine Belastung darstellen kann, rücken im Herbst zunehmend Feuchtigkeit, sinkende Temperaturen und größere Temperaturunterschiede zwischen Tag und Nacht in den Vordergrund.

Gleichzeitig findet auf vielen Betrieben eine Umstellung der Haltung und Fütterung statt. Kühe kommen von der Weide zurück in den Stall und die Ration verändert sich. Gerade für eine Kuh kurz vor der Geburt ist eine möglichst stressarme Umgebung wichtig.

Veränderungen sollten deshalb gut geplant werden. Auch das Stallklima spielt eine Rolle. Die Abkalbebox sollte trocken, sauber und gut eingestreut sein. Gleichzeitig sollte ausreichend Frischluft vorhanden sein, ohne dass Kuh oder neugeborenes Kalb ständiger Zugluft ausgesetzt sind.

Abkalbung vorbereiten: Die letzten Wochen vor der Geburt

Eine gute Vorbereitung auf die Abkalbung beginnt nicht erst dann, wenn die ersten Geburtsanzeichen sichtbar werden. Bereits während der Trockenstehphase und insbesondere in der Transitphase sollten Kühe aufmerksam beobachtet werden.

Die Wochen rund um die Kalbung stellen hohe Anforderungen an den Organismus. Kurz vor und nach der Geburt verändert sich der Stoffwechsel deutlich, gleichzeitig beginnt mit der Laktation eine Phase mit hohem Energie- und Nährstoffbedarf.

Wer eine Abkalbung richtig vorbereiten möchte, sollte deshalb besonders auf Allgemeinzustand, Futteraufnahme und Verhalten der Kuh achten. Auch Veränderungen am Euter und im Bereich der Geburtswege können Hinweise darauf geben, dass die Kalbung näher rückt.

Wichtig ist außerdem, unnötigen Stress zu vermeiden. Häufige Gruppenwechsel oder größere Veränderungen unmittelbar vor der Geburt sind nach Möglichkeit zu reduzieren. Eine ruhige Umgebung gibt der Kuh die Möglichkeit, sich auf die bevorstehende Geburt einzustellen.

Anzeichen einer bevorstehenden Abkalbung erkennen

Wann genau eine Kuh kalbt, lässt sich trotz errechnetem Geburtstermin nicht immer exakt vorhersagen. Es gibt jedoch verschiedene Anzeichen einer bevorstehenden Kalbung, die darauf hindeuten können, dass die Geburt näher rückt. 

Typisch sind Veränderungen im Becken- und Schwanzbereich. Die Beckenbänder lockern sich, wodurch der Bereich rund um die Schwanzwurzel eingefallen wirken kann. Auch die Schamlippen können anschwellen und weicher werden. Häufig ist zudem ein klarer oder schleimiger Ausfluss zu beobachten.

Auch das Verhalten kann sich verändern. Manche Kühe werden unruhiger, legen sich häufiger hin und stehen wieder auf oder sondern sich von der Herde ab. Andere wirken kurz vor der Abkalbung auffällig ruhig.

Das Euter kann sich ebenfalls deutlich verändern. Bei vielen Kühen füllt es sich in den Tagen vor der Geburt zunehmend. Gerade bei stark ausgeprägten Veränderungen lohnt es sich, das Euter vor der Abkalbung besonders aufmerksam zu kontrollieren.

Nicht jedes dieser Anzeichen bedeutet, dass die Geburt unmittelbar bevorsteht. Treten jedoch mehrere Veränderungen gleichzeitig auf, sollte die Kuh vor der Abkalbung engmaschiger beobachtet werden.

Die Abkalbebox richtig vorbereiten

Die Abkalbebox ist einer der wichtigsten Faktoren für gute Bedingungen während der Geburt. Sie sollte der Kuh ausreichend Platz bieten, sauber, trocken und möglichst ruhig sein.

Besonders wichtig ist die Hygiene. Neugeborene Kälber kommen unmittelbar nach der Geburt mit ihrer Umgebung in Kontakt und ihr Immunsystem befindet sich noch im Aufbau. Eine verschmutzte oder feuchte Abkalbebucht kann die Keimbelastung unnötig erhöhen.

Vor einer neuen Belegung sollte die Abkalbebox deshalb gründlich gereinigt und frisch eingestreut werden. Eine ausreichend dicke, trockene Einstreu sorgt zudem dafür, dass das neugeborene Kalb nicht direkt auf einem kalten oder feuchten Untergrund liegt.

Im Herbst sollte außerdem das Stallklima berücksichtigt werden. Gute Belüftung bleibt wichtig, gleichzeitig sollte starke Zugluft im Bereich der Abkalbebox vermieden werden.

Was sollte für die Abkalbung bereitliegen?

Auch wenn viele Abkalbungen bei Kühen ohne größere Unterstützung verlaufen, sollte das notwendige Material für den Fall der Fälle griffbereit sein. Saubere Handschuhe, ausreichend sauberes Wasser, Handtücher sowie Materialien für die Erstversorgung des Kalbes sollten nicht erst während der Geburt zusammengesucht werden müssen.

Ebenso wichtig ist es, bereits im Vorfeld festzulegen, wann tierärztliche Unterstützung notwendig ist. Nicht jede Verzögerung bedeutet automatisch ein Problem. Bleibt der Geburtsfortschritt jedoch aus, befindet sich das Kalb möglicherweise in einer ungünstigen Lage oder wirkt die Kuh deutlich erschöpft, sollte fachkundige Hilfe hinzugezogen werden.

Bei Unsicherheit gilt: Lieber frühzeitig Tierarzt oder Tierärztin kontaktieren, anstatt zu lange zu warten.

Während der Abkalbung: Beobachten, ohne unnötig einzugreifen

Beginnt die eigentliche Geburt beim Rind, ist aufmerksames Beobachten gefragt. Gleichzeitig sollte der Kuh möglichst viel Ruhe gelassen werden. Bei einem normalen Geburtsverlauf werden zunächst die Fruchtblasen sichtbar.

Anschließend sollten bei einer normalen Vorderendlage die beiden Vorderbeine und der Kopf des Kalbes erscheinen. Wie lange eine Geburt dauert, kann von Tier zu Tier variieren. Besonders Färsen benötigen häufig mehr Zeit als Kühe, die bereits mehrfach gekalbt haben.

Entscheidend ist deshalb nicht ausschließlich die Zeit, sondern vor allem, ob ein kontinuierlicher Geburtsfortschritt erkennbar ist. Bestehen Zweifel an der Lage des Kalbes oder kommt die Geburt trotz kräftiger Wehen nicht voran, sollte professionelle

Unterstützung hinzugezogen werden. Unsachgemäße oder zu frühe Geburtshilfe kann Kuh und Kalb zusätzlich belasten.

Nach der Geburt: Jetzt beginnt die wichtige Erstversorgung

Mit der Geburt des Kalbes ist die Abkalbung noch nicht vollständig abgeschlossen. Die ersten Stunden danach sind sowohl für das neugeborene Kalb als auch für die frisch abgekalbte Kuh besonders wichtig.

Beim Kalb sollte zunächst überprüft werden, ob es selbstständig und regelmäßig atmet. Die Atemwege müssen frei sein. Anschließend sollte das Kalb möglichst trocken werden. Häufig übernimmt die Kuh einen großen Teil davon durch intensives Ablecken. Dieses Verhalten fördert gleichzeitig die Bindung zwischen Kuh und Kalb.

Gerade bei einer Abkalbung im Herbst sollte darauf geachtet werden, dass das Kalb nicht unnötig auskühlt. Feuchtes Fell, niedrige Temperaturen und Zugluft können den Wärmeverlust erhöhen. Eine trockene, gut eingestreute Umgebung ist deshalb besonders wichtig.

Kolostrum: Entscheidend für den Start ins Leben

Zu einer guten Erstversorgung des Kalbes nach der Geburt gehört vor allem eine schnelle und ausreichende Versorgung mit hochwertigem Kolostrum. Neugeborene Kälber sind auf die Aufnahme von Antikörpern über die Biestmilch angewiesen.

Gleichzeitig nimmt die Fähigkeit des Darms, diese Antikörper aufzunehmen, nach der Geburt zunehmend ab. Deshalb ist eine möglichst frühe Kolostrumversorgung entscheidend.

Auf jedem Betrieb sollte es daher ein festes Kolostrummanagement geben. Dabei geht es nicht nur darum, dass das Kalb Biestmilch erhält, sondern auch um Zeitpunkt, Menge und Qualität des Kolostrums.

Nabelpflege beim Kalb nicht vergessen

Der Nabel stellt unmittelbar nach der Geburt eine potenzielle Eintrittspforte für Krankheitserreger dar.

Deshalb gehört die Kontrolle des Nabels zur Erstversorgung eines neugeborenen Kalbes. Eine saubere Abkalbebox bildet dafür bereits die Grundlage. Zusätzlich sollte der Nabel kontrolliert und entsprechend der betrieblichen beziehungsweise tierärztlichen Empfehlung versorgt werden.

Auch in den folgenden Tagen lohnt sich ein regelmäßiger Blick auf den Nabelbereich. Schwellungen, Wärme, Schmerzen, auffälliger Ausfluss oder ein schlechter Allgemeinzustand des Kalbes sollten ernst genommen und tierärztlich abgeklärt werden.

Das Euter rund um die Abkalbung im Blick behalten

Nicht nur das Kalb benötigt nach der Geburt Aufmerksamkeit. Auch bei der Kuh verändert sich innerhalb kürzester Zeit sehr viel.

Rund um die Abkalbung kann das Euter stark anschwellen. Besonders Färsen, aber auch ältere Kühe können von einem Euterödem betroffen sein. Dabei sammelt sich Flüssigkeit im Gewebe, wodurch das Euter gespannt und vergrößert wirken kann.

Eine regelmäßige Kontrolle des Euters ist deshalb bereits vor der Abkalbung sinnvoll und sollte nach der Geburt fortgesetzt werden.

Veränderungen in Temperatur, Konsistenz, Umfang oder Schmerzempfindlichkeit sollten beobachtet werden. Auch ein guter Lymphfluss spielt rund um die Kalbung eine wichtige Rolle. Unterstützende Euterpflege kann hier Teil des betrieblichen Managements sein.

Euterpflege rund um die Abkalbung mit Die Frische

Die Frische _ Eutercreme für optimalen Milchfluss

Für die Pflege des Euters rund um die Abkalbung wurde PecuVital Die Frische entwickelt. Die Eutercreme kann rund um das Abkalben angewendet werden und unterstützt die Pflege bei stark beanspruchtem und geschwollenem Euter. Außerdem unterstützt Die Frische einen optimalen Milchfluss

Durch die Massage beim Auftragen wird gleichzeitig das Gewebe stimuliert. Gerade bei Kühen, die rund um die Geburt zu einem stark gefüllten oder geschwollenen Euter neigen, lässt sich die Euterpflege bereits in die Vorbereitung auf die Abkalbung integrieren.

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Energieversorgung rund um die Abkalbung mit Die Kräftige

Die Kräftige Ketose Prävention

Mit Beginn der Milchproduktion steigt der Energiebedarf der Kuh deutlich an. Gleichzeitig ist die Futteraufnahme rund um die Abkalbung häufig noch nicht ausreichend, um diesen erhöhten Bedarf vollständig zu decken.

Dadurch kann eine negative Energiebilanz entstehen, die das Risiko für Stoffwechselprobleme wie Ketose erhöht. Gerade in dieser anspruchsvollen Phase kann

PecuVital Die Kräftige die Energieversorgung der Kuh gezielt unterstützen. Die flüssige Energieergänzung auf Basis von Isomaltulose-Melasse liefert schnell und nachhaltig verfügbare Energie und eignet sich ideal zur Unterstützung rund um die Abkalbung und zu Beginn der Laktation.

Neben einer bedarfsgerechten Fütterung sollten nach der Abkalbung auch Futteraufnahme, Wiederkauverhalten, Aktivität und Allgemeinzustand der Kuh aufmerksam beobachtet werden. Frisst die Kuh auffällig wenig oder wirkt sie abgeschlagen, sollte frühzeitig reagiert und bei Bedarf tierärztlicher Rat eingeholt werden.

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Unterstützung für das Kalb mit Die Aktive

Die Aktive Pulver gegen Kälberdurchfall

Gerade in den ersten Lebenstagen kann Kälberdurchfall den jungen Organismus durch den Verlust von Flüssigkeit und Elektrolyten stark belasten.

PecuVital Die Aktive mit Apfelpektin, Elektrolyten, Vitaminen und Probiotika unterstützt das Kalb in dieser herausfordernden Phase. Deshalb lohnt es sich, Die Aktive rund um die Abkalbung bereits griffbereit zu haben, um bei ersten Anzeichen schnell reagieren zu können.

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Fazit

Eine Abkalbung lässt sich nicht vollständig planen – die Bedingungen rund um die Geburt dagegen schon.

Eine saubere und trockene Abkalbebox, eine aufmerksame Beobachtung der Kuh, gutes Fütterungsmanagement und eine vorbereitete Erstversorgung des Kalbes schaffen die Grundlage für einen möglichst guten Start. Gerade bei einer Abkalbung im Herbst lohnt sich zusätzlich ein Blick auf Temperatur, Feuchtigkeit und Stallklima.

 Neugeborene Kälber sollten trocken liegen und vor Zugluft geschützt sein, während gleichzeitig eine gute Luftqualität gewährleistet bleibt. Nach der Geburt stehen schließlich sowohl das Kalb als auch die frisch abgekalbte Kuh im Mittelpunkt: Kolostrumversorgung, Nabelpflege, Eutergesundheit und Energieversorgung gehören zu den wichtigsten Punkten der ersten Stunden und Tage.

Wer die Abkalbung der Kuh gut vorbereitet, typische Anzeichen einer bevorstehenden Kalbung kennt und Kuh und Kalb anschließend aufmerksam beobachtet, schafft bestmögliche Voraussetzungen für einen gelungenen Start in die neue Laktation und in das Leben des Kalbes.

Extratipp: Mit dem PecuVital Abkalbungs-Paket gut vorbereitet

Damit du rund um die Abkalbung alles Wichtige griffbereit hast, haben wir drei bewährte Produkte im PecuVital Abkalbungs-Paket kombiniert: Die Frische unterstützt die Euterpflege rund um die Abkalbung, Die Kräftige versorgt die Kuh insbesondere zu Beginn der Laktation mit schnell verfügbarer, langanhaltender und pansenschonender Energie und Die Aktive unterstützt die Versorgung des Kalbes bei Kälberdurchfall.

So bist du mit einem Paket auf die besonderen Herausforderungen für Kuh und Kalb rund um die Abkalbung vorbereitet – von der Eutergesundheit über die Energieversorgung bis zur Unterstützung des Kalbes.

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